Die Sache mit der Motivation…

Eigentlich bin ich ja gar nicht so unsportlich.
Gut, besonders sportlich bin ich auch wieder nicht, aber irgendwie gehört Sport, seit ich mein erstes Mountainbike geschenkt bekommen habe zu meinem Leben dazu; wenn auch mit wechselnder Intensität.

Und genau da liegt das Problem!

So sehr die Intensität im sportlichen Sinne schwankt, so wenig tut sie das bezogen auf meinen Appetit!
Ja ich gebe es zu, ich esse gerne und gerne auch viel! Und ja, ich bin auch ein Schleckermaul, esse gerne Süßes und #lowcarb ist für mich ein Fremdwort.

Ist das in den sportlichen Zeiten kein Problem, so wird es das umso mehr, wenn der sportliche Ehrgeiz mal wieder nicht so groß ist.
Ja, man kann auch dem JoJo-Effekt unterliegen ohne wirklich bewusst eine Diät nach der anderen durchzuprobieren.
Sich dieser Tatsache bewusst zu werden ist eine Sache, etwas dagegen zu tun eine ganz andere.
Und genau das bringt mich zurück zum Titel dieses Artikels.

Stichwort: Motivation!
Woher nimmt man diese?
Wie definiert man Sie überhaupt?
Und, vielleicht die wichtigste Frage: Wie behält man sie bei?

Wenn Motivation die ersten Sonnenstrahlen im Frühling sind, dann ist die Demotivation oft nicht weit, wenn man sich im Winter mehr dem Essen als der Bewegung hingegeben hat.
Hat man einen schlechten Tag erwischt, kann sie schon am ersten Hügel der ersten Radausfahrt warten und einen knallhart auf den Boden der Tatsachen zurückholen.
Wehe dem, der die Motivation dann schon verliert.
Es lohnt sich dranzubleiben!
Meistens blieb auch ich dran, was dazu führte,  dass ich im Sommer meist leidlich gut in Form war.
Ein zwischenzeitlicher Beitritt in den ortsansässigen Radfahrverein half da durchaus; denn erstens fährt es sich in der Gruppe schöner und zweitens erhöht das natürlich auch den Trainingsdruck ein wenig, um in der Gruppe nicht ständig letzter zu sein.

Das Grundproblem blieb aber.
Je kälter es wurde umso weniger trainierte ich, nur um dann im Frühjahr wieder bei Null anzufangen.
Auf Dauer ziemlich unbefriedigend, was eines Jahres mit einer handvoll Arbeitskollegen, denen es wohl ähnlich ging, zu einer wahnwitzigen Entscheidung führte.
Wir machen einen IRONMAN!
Was zunächst nach einer recht abwegigen Idee klang, nahm recht schnell Fahrt auf und so konnte ein erfahrener Langdistanzler als Coach gewonnen werden, es gab Trainingspläne, Leistungsdiagnostiken, eine Wettkampfplanung, etc.
Und plötzlich funktionierte es!
Das Ziel war der Schlüssel zur Motivation! Jedenfalls zu meiner.
Es fiel mir wesentlich leichter, mich zum Training aufzuraffen, selbst wenn der Tag schlecht war.
Ich hatte es geschafft, das Training in den Tagesablauf zu integrieren und ja, um diese Geschichte nicht zu sehr auszuschmücken, ich habe es nach knapp zwei Jahren zielgerichteter Vorbereitung über die Ziellinie des besagten Ironman geschafft. Nicht in einer konkurrenzfähigen Bestzeit sondern im guten Mittelfeld. Mit einer Menge Spaß an diesem für mich perfekten Tag.

Dieser Tag ist nun schon einige Jahre her.
Was blieb ist die Erkenntnis, dass für mich tatsächlich das (hohe) Ziel die beste Motivation ist.
Nachdem ich, aus Mangel an konkreten Zielen, einem Wechsel von Job und Wohnort sportlich wieder ein wenig eingerostet war, wartet nun wieder ein größeres Ziel auf mich. Ich habe mich für dieses Jahr zu verschiedenen Trailrunning Events angemeldet, nachdem ich im letzten Jahr an der Zugspitze erstmals Trailluft geschnuppert hatte.

Für heute steht auf dem Trainingsplan nur „Rumpfstabi“ und so nutze ich die freie Zeit meines arbeitsfreien und trainingsarmen Tages und schreibe diesen Artikel.

Seit Anfang des Jahres bin ich wieder gut im Training, die Waage zeigt von Tag zu Tag weniger an und die Motivation ist wieder zurück!
Natürlich wird das Training wieder hart. Es wird Tage mit schlechtem Wetter geben, Tage an denen vermeintlich keine Zeit für das Training ist oder die Lust sich zu Bewegen im Keller ist.

Mir wird das Ziel aber helfen. Die Vorstellung etwas zu schaffen, von dem man zu Beginn selbst nicht glaubt, dass man es schaffen kann, wird mein Antrieb sein.
Und wenn es beim Laufen mal ganz hart wird, dann denk ich einfach an die letzte Laufrunde beim Ironman. Ich stelle mir vor, wie ich am Ende dieses langen Tages auf die Zielgerade abbiege.

In 65 Tagen ist Rennsteiglauf (Halbmarathon) und in 106 Tagen Basetrail XL und ich bin sicher, dass diese Zieleinläufe viele neue, schöne und motivierende Bilder für die nächsten großen Ziele ergeben.

Wie motiviert Ihr Euch? Was sind Eure Tips und Tricks für bzw. gegen Motivationstiefs?

Verratet es mir im Kommentar. Ich bin gespannt.

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8 Antworten zu Die Sache mit der Motivation…

  1. Carolyn schreibt:

    Ja, ich habe mich gleich in deinem Text wiedergefunden: ein (irres) Ziel ist alles.
    Hab ein 24h-Rennen im Juli vor und, oh, ich trainiere so fleißig. 🙂

  2. Pingback: Mein Freund, der Trainingsplan - CiclistaCiclista

  3. Daniel schreibt:

    Ich darf zusammenfassen:

    #allebekloppt

    🙂

  4. Benni schreibt:

    Ja, gibt es sie denn hier noch die Motivation? 🙂

    • rauszeitblog schreibt:

      Aber natürlich! Zwar mehr zum Laufen als zum Schreiben, aber das finde ich vertretbar! 😉
      Vielleicht gelingt mir ja an den Feiertagen aber doch noch ein Jahresrückblick.
      Angefangen hab ich ihn jedenfalls schon! 🙂

  5. Pingback: Warum ein Radsport-Trainingsplan sinnvoll ist | Ciclista

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