Kurztest Inov8 Mudclaw 265

Eins vorweg; von selbst hätte ich mir diesen Schuh wohl nicht ausgesucht.

Aber genau das ist ja der Grund,

warum es mich immer wieder in das Laufsportfachgeschäft meines Vertrauens zieht.
Dort sag ich was ich vor habe und bekomme direkt eine Empfehlung!

Erstaunlicherweise probiere ich dann oft noch zwei drei Alternativen aus und lande dann zum Schluss doch wieder bei der Erstempfehlung.

Im konkreten Fall hab ich ein ordentliches Gripmonster gesucht.

Neben den normalen Trailschuhen, die ich inzwischen angesammelt hab, sollte es diesmal etwas sein, dass mich auch bei den schlammigsten Verhältnissen oder im Schnee des nahestehenden Winters sicher auf den Beinen hält.

Hat mich der Salomon Sense Pro während des Basetrails weitestgehend begeistert, so mußte ich am letzten schlammigen Abstieg nach Hammersbach doch anerkennen, dass entweder der Schuh oder meine Lauftechnik nicht für den ganz steilen stufenlosen Schlamm geschaffen sind.

Die Empfehlung ging dann, nach ein paar vertiefenden Fragen relativ schnell in Richtung des Inov8 Mudclaw 265.

Zugegebenermaßen war ich anfangs etwas skeptisch bezüglich der precision fit Passform.
Eigentlich hab‘ ich nämlich eher breitere Füße und in meinen anderen Trailschuhen daher eher eine weitere Passform.

„Bei der Sohle brauchst Du eine enge Passform!“, hieß es dann und ich entschied mich relativ schnell das ganze ausprobieren.

image

Der erste Lauf führte dann auch in den Schlamm!
Also so richtig!
Die Waldarbeiter hatten ganze Arbeit geleistet und alle verfügbaren Wege umgepflügt.
Sei’s drum, auch wenn das Laufgefühl, im speziellen durch die enge Passform, sehr ungewohnt war, so stand nach dem ersten Lauf schon fest, dass das Ding der Schuh Grip hat wie Sau.
Ausnehmen muss man hier lediglich nasse, glatte Treppenstufen aus Holz (da kann man auch barfuß auf Schmierseife laufen).

Die Tatsache, dass der Schuh extrem eng sitzt, bereitete mir allerdings noch ein wenig Sorge.
Zu meiner Überraschung war es dann allerdings so, dass ich mir weder Blasen gelaufen hatte, noch dass ich irgendwelche Druckstellen hatte.

Von Lauf zu Lauf wurde dann auch das Tragegefühl besser, so dass ich nun eigentlich kein Problem mehr mit der engen Passform habe; jedenfalls nicht bei Distanzen bis 20 Kilometern.

Nun, nachdem ich ein paar Läufe mehr absolviert habe, erlaube ich mir ein erstes Fazit zu ziehen.

1. Der Grip ist der Hammer
2. Im Schnee noch mehr als im Schlamm
3. An die enge Passform gewöhnt man sich
4. Der enge Kontakt zum Schuh gibt (mir) tatsächlich Sicherheit
5. Für die ganz langen Läufe werde ich vielleicht noch auf die Suche nach einem Zwischending gehen, nicht zuletzt deshalb, weil die groben Stollen natürlich nichts für Asphalt- oder Schotterpassagen sind.

Wenn es die Bedingungen beim anstehenden Supertrail-Training also erfordern, oder ich einfach mal Bock auf Matsch und Schnee hab, weiß ich jedenfalls, wohin ich im Schuhregal greifen muß.

Wie sieht das ganze bei Euch aus?
Was ist Euer Gripmonster?

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8 Antworten zu Kurztest Inov8 Mudclaw 265

  1. RunningStephan schreibt:

    Ich habe den Asics Runnegade, aber nur zweimal getestet. Auf Eis bringt er nichts und im Matsch ist er ganz ok.

  2. Daniel schreibt:

    So ein Gripmonster besitze ich gar nicht. Ich kann Dich aber gut verstehen, der letzte Abstieg beim ZUT war mir auch wirklich zu gefährlich. Ich bin extra im Schotter gelaufen, weil mir der Matsch zu gefährlich war.

    Das ist wohl auch der Grund, warum ich bisher keinen solchen Schuh habe … der Einsatzzweck ist für das heimische Training einfach zu mau und der SensePro zu 80% die ausreichende Lösung.

    Wegen der Dämpfung für lange Strecken schiele ich ja schon die ganze Zeit zum Altra LonePeak – aber der ist in Deutschland ja kaum zu haben. Aber naja, erstmal muss ich sehen was ich dieses Jahr überhaupt beim ZUT laufen kann, dann wird vllt. ein Schuh draus… ähm gekauft mein ich.

    • rauszeitblog schreibt:

      Ich bin ja von dem Sense Pro eigentlich auch sehr begeistert. Aber für den Winter ist er mir ein bisschen zu leicht.
      Mal schauen, bis zu welcher Distanz sich der Mudclaw für mich bewährt.
      Und Du sieh zu, dass Du wieder auf die Füße kommst!

      • Daniel schreibt:

        Ich bin dabei! 😉
        Ich war mit dem Sense Mantra eigentlich ganz zufrieden, aber selbst im Winter laufe ich eher auf Wegen die dann einfach nur schneeig sind und nicht matschig. Was dort aber gar nicht geht ist der Brooks PureDrift 2 … absolute Abschmiergefahr. Naja mal gucken 🙂

  3. Alex schreibt:

    Der X-Talon 190 aus gleichem Hause ist mein Schuh der Wahl. Leichter als der Mudclaw und das bei gleichem Grip.

    Muss den aber auch eine halbe Nummer Größer Kaufen als ich normal trage, der Grund: der recht schmale Schnitt.

    • rauszeitblog schreibt:

      Leicht ist der Mudclaw tatsächlich nicht.
      Aber besonders störend empfinde ich das Gewicht auf den bislang eher kürzeren Distanzen auch nicht.
      Der X-Talon hat sich an meinem Fuß leider gar nicht gut angefühlt.

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